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Hallenbad Korb, Bruckernstrasse, 71404 Korb

Kurze Vereinschronik der Abt. Schwimmen

Es wallet und brauset und siedet und zischt
Die Schwimmabteilung des SC Korb feiert ihr 25jähriges Jubiläum (1974-1999)

Am 25. November 1966 gründeten engagierte Korber Bürger den Verein Hallenbad Korb. Anstelle eines Lehrschwimmbeckens, das allein durch die heutige Keplerschule hätte genutzt werden können, sollte ein vielseitiges, öffentliches Hallenbad gebaut werden. Das Korber Freibad, das noch aus der Vorkriegszeit stammt, ist nicht heizbar und war schon damals trotz verschiedener Renovierungen veraltet - es eignete sich also kaum für den Schwimmunterricht. Mit der Hilfe großzügiger Stiftungen gelang es den 135 Gründungsmitgliedern des Vereins, den vom Bürgermeisteramt eingeforderten Beitrag in Höhe von 200 000 DM bis ins Jahr 1968 bereitzustellen. Die endgültige Planung sah nun vor, daß an das neue Schulgebäude eine Mehrzweckhalle mit Hallenschwimmbad angeschlossen werde - aber erst 1974 stand der Gebäudekomplex der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Noch zu Beginn desselben Jahres, am Dreikönigstag 1974, gründet sich anläßlich der Generalversammlung des SC Korb vor 25 Jahren die Schwimmabteilung des Vereins. 42 Kinder, 6 Jugendliche und 13 Erwachsene bilden den Grundstock der Abteilung, die heute über 300 Mitglieder zählt. Der erste Abteilungsleiter ist bis Mitte 1977 Manfred Hutzenlaub. Arnd Feld, Helga Furmanski, Gisela Schanbacher und Rudi Seitter leisten während der ersten Jahre mühsame Aufbauarbeit. Innerhalb kürzester Zeit steigt die Mitgliederzahl auf 150 an - der Bedarf in Korb und im näheren Umland ist bedeutend. Schon im darauffolgenden Jahr 1975 finden die ersten Vereinsmeisterschaften mit 149 Starts statt. Ein weiteres Jahr später richtet die Abteilungsleitung ein Kinderschwimmfest auf Kreisebene aus, an dem sich zahlreiche Schwimmfreunde beteiligen.
Arnd Feld führt die Vorstandsarbeit bis Ende 1979 erfolgreich weiter: die besten Schwimmerinnen und Schwimmer werden vom WSV bereits zu Kader-Lehrgängen auf höherer Ebene berufen. 1978 etablieren die Sportverbände das Rems-Murr-Modell, an dem sich auch der SC Korb beteiligt. Es zielt darauf ab, die leistungsbezogene Breitenarbeit in Sportvereinen zu fördern. Zu Anfang des Jahres 1979 nimmt die Schwimmabteilung unter der Leitung von Helga Baier, Brigitte Knaus und Gisela Schanbacher einen Kinderschwimmkurs, eine Wassergymnastik-Gruppe und das ER & SIE-Schwimmen ins Trainingsprogramm auf. Das vielseitige Angebot der Abteilung entwickelt sich: im Mittelpunkt steht nicht das rein athletische, sondern ein ganzheitliches Schwimmtraining.
Am 26.11.1979 wird Brunhilde Braun für ein Jahr Leiterin der Abteilung. In dieser Zeit beteiligen sich die Korber Schwimmer am Internationalen Ravensburger Sprintpokal. 20 Jahre vor der Einigung Europas dachte der Korber Schwimmsport über Ländergrenzen hinweg: junge Korber Schwimmer statten im Jahr 1980 einem schottischen Club einen Freundschaftsbesuch ab, den die jungen Schotten im Sommer 1981 erwidern.
Bernd Stichler hat bis März 1984 den Abteilungsvorsitz inne: neben anderen assistieren ihm Helga Baier, Erika Dolzer, Gerhard Ritter, Gisela Schanbacher und Heide Stettnisch. Während dieses Jahres nehmen zum ersten Mal auch Senioren-Wettkampfschwimmer erfolgreich an bezirksoffenen und Württembergischen Meisterschaften teil. Zum Training der sportlichen Grundlagen führt die Schwimmabteilung für Alte wie Junge regelmäßige Waldläufe ein, die bis heute zu den festen Bestandteilen des Gesundheitsports der Schwimmabteilung gehören.
Die Schwimmabteilung erweitert ihr Trainingsprogramm bis 1984 um die Angebote "Anfängerschwimmkurs für Erwachsene" und als dessen Weiterführung Schwimm richtig - Schwimm sportlich. Bereits zum zweiten Mal belegt die Schwimmabteilung in den Jahren 1982 und 1983 unter 47 Vereinen beim DSV-Wettbewerb des Württembergischen Schwimmverbandes für Leistungsabzeichen den 7. Platz. Zahlreiche Einzelerfolge Korber Schwimmer machen 1984 zum bis dahin das erfolgreichste Jahr der Abteilungsgeschichte.
Im folgenden Jahr 1985 - Günther Stettnisch ist zum Abteilungsleiter gewählt worden - unternimmt die Schwimmabteilung die erste Vereinsausfahrt nach Vorderhornbach. Zwei Jahre darauf organisiert die Schwimmabteilung eine Familienausfahrt nach Matrei, der Osttiroler Partnergemeinde Korbs. Auch 1988 fahren die Schwimmer nach Österreich: die Familienfreizeit findet im Lammertal am Fuße des Tennengebirges statt. 1986 beteiligen sich die Schwimmer zum ersten Mal am Korber Straßenfest: mit dem Erlös bestreitet die Abteilung die Kosten für die Teilnahme ihrer Sportler an verschiedenen, auch überregionalen Wettkämpfen. 1988 etwa fließen der Schwimmabteilung Einnahmen aus dem Verkauf von immerhin 100 kg Schwäbischem Kartoffelsalat zu. So kommt es, daß die Korber Schwimmsportler 1992 - seit dem Vorjahr ist Werner Oswald Abteilungsleiter - auf der Korber Kirbe und auf dem Betriebsfest des Autohauses Äckerle einen Stand bewirten. Die Schwimmsenioren des SC Korb verbringen im selben Jahr vier Tage in Steinach, der neuen Partnergemeinde Korbs in Thüringen. Im September 1992 entwirft der Verein zusammen mit Korber Schulen ein Konzept für gemeinsame Schwimmprojekte.
Noch wichtiger für die Entwicklung der Schwimmabteilung ist das Jahr 1993. Lange schon steht fest, daß sich das Korber Bad für Wettkampfsport in größerem Rahmen nicht eignet - gleichzeitig hat aber auch das Interesse junger Schwimmer an sportlichem Wettkampf merklich nachgelassen. Deshalb ändert sich das Konzept: die Schwimmabteilung setzt nun stärker auf Gesundheitssport und erweitertet den konventionellen Trainingsbetrieb um neue Angebote. Eines dieser Angebote ist das Mutter-, Vater- und Kind-Schwimmen. In Begleitung eines oder beider Elternteile sollen Kinder im Alter von 3-4 Jahren die Scheu vor dem ungewohnten Element rasch verlieren. Der aus den USA importierte Laufstil Walking findet auch bei Mitgliedern der Schwimmabteilung Anklang, und so gründet sich 1993 eine offene Korber Walking-Gruppe. Regelrechte Walking-Kurse werden allerdings erst 1995 durchgeführt. Wie die vorhergehenden Jahre unternehmen die Schwimmer eine größere Ausfahrt, der in diesem Jahr nach Oberjoch (Allgäu) und in die Münchner Bavaria-Film-Studios führt.
1994 setzt die fruchtbare Zusammenarbeit mit der AOK Rems-Murr ein: Bestandteile des neuen Gesundheitsprogrammes sind Gesundes Rückenschwimmen für Kinder und Aquafitness, Spezialkurse, die den gesundheitlichen Bedürfnissen der Zeit Rechnung tragen. (Im Herbst 1998 bezieht sich die Schwimmabteilung außerdem in das Pilotprojekt Gesund und Trainiert des WSV ein, das im Sinne gesundheitlicher Prävention auf gefestigte, kräftige Muskulatur und erhöhte Beweglichkeit zielt.) Die Grundgebühren der Kurse werden noch in voller Höhe von der AOK erstattet. Die fachlichen Anforderungen an die Trainer ändern sich: aus diesem Grund erwerben Heide Stettnisch und Helga Baier den Übungsleiterschein für Präventionssport. Außerdem feiern die Korber Sportler das 20jährige Jubiläum der Schwimmabteilung mit dem Besuch einer Aufführung von Goethes Jugenddrama "Götz von Berlichingen", das im Mittelpunkt einer Ausfahrt zu den Bernhausener Freilichtspielen steht.
Das Jahr 1995 bestimmen vorrangig die jugendlichen Schwimmer. So feiert die Schwimmabteilung im Korber Hallenbad schon zu Beginn des Jahres eine Beach-Party, für die sie die Musiker von Out of Control verpflichtet. Die Junioren wählen auf der ersten Jugendvollversammlung Marc Ertel und Tamara Kleiner zu Jugendleitern: diese Mandate sind neu und wichtig in der Geschichte des Korber Schwimmsports. Auch die Senioren entscheiden sich 1995 für einen neuen Abteilungsleiter: es ist der heutige Amtsinhaber ist Roland Vögele. Im selben Jahr führen Trainer der Schwimmabteilung eine Variante des Walking ein, die bis dahin neu ist. Power-Walking ist eine intensive Trainingsform, die in ihrem Anspruch hinter dem Gehen der Leichtathletik nicht zurücksteht.
Die dynamische Entwicklung des Wassersports prägt auch den Korber Schwimmsport: 1996 lassen sich Anja Zeuch, Heide Stettnisch und Helga Baier zum Aquatic Fitness Instructor ausbilden. Aquatic Fitness überträgt die Übungen des Fitness-Sports auf die Bewegungsformen im Wasser und steigert dadurch deren Ergebnis. Obwohl das Bundesgesundheitsministerium die staatliche Unterstützung für die Gesundheitskurse streicht, laufen die Programme auch ohne die Kassenzuschüsse ungefährdet weiter. Zwei Gemeinschaftserlebnisse - eine Skiausfahrt nach Oberjoch und die mittlerweile zehnte Wanderfreizeit, die diesmal in Faschina (Südtirol) stattfindet - rahmen das Sportjahr 1996 ein. Im Jahr 1997 umfaßt das Programm der Schwimmabteilung bereits ein Schwimmangebot für Schwangere; konsequenterweise bieten daraufhin qualifiziertere Trainer auch Baby- und Kleinkinderschwimmen an. Während des Sommers unterbrechen Renovierungsarbeiten im Korber Hallenbad den Schwimmbetrieb für mehrere Wochen.
Das Jubiläumsjahr 1998 hat das Leben in der Schwimmabteilung angefacht - das Kurs- und Trainingsprogramm im Wasser wächst, im Wechselspiel mit Angeboten auf festem Grund. Es ist nicht so sehr nur das Schwimmen selbst, das die Abteilung prägt und bereichert: auch Skifreizeiten, Wanderungen, Stadtbesichtigungen und Theaterbesuche formen die Gemeinschaft der Korber Schwimmer. Die effiziente Arbeit der Abteilungsleitung sichert die Zukunft: Offenheit und Begeisterung stecken neue Ziele. Der eigentliche Motor der Schwimmabteilung ist aber die Kameradschaft ihrer Mitglieder - die der Gemeinschaft ihren Halt gibt und neue Ufer sichtet.
Im Jahr des 25-jährigen Bestehens hat die Schwimmabteilung des SC Korb etwas Besonderes angeboten: während eines Wellness-Sonntags konnten sich die Gäste entspannen und wohlfühlen - und zu den ersten Baden-Württembergern gehören, die sich mit der Kunst des Wasser-Shiatsu vertraut gemacht haben. Auch ein Wermutstropfen fiel ins Jubiläumsjahr, bei der Abteilungsversammlung konnte kein technischer Leiter und kein Zuständiger für das Kurswesen gefunden werden. Der Höhepunkt des Jahres soll die 25-Jahr Feier am 06.November 1999 im Restaurant Rebblick werden, die Schwimmabteilung bietet für alle aktiven und ehemaligen Schwimmer einen gemütlichen Abend mit interessanten Programm.